Selbstliebe

und was ich darunter verstehe:

Manchmal ist es ein tiefes Gefühl der Liebe zu sich selbst, dass einen glücklich strahlen lässt. Das ist der wunderbare Idealfall. Noch größer ist diese Liebe, wenn man Alles-was-ist lieben kann. Wenn man so eins ist mit allem, dass man ganz tief fühlt: Ja, genauso ist diese Welt richtig. 

Selbstliebe ist zu sich zu stehen und sich nichts gefallen zu lassen. Wenn man sich wehrt, wenn es notwendig ist. Wenn man nicht aufgibt und durchhält. Wenn man alles tut und alles gibt, um glücklich zu sein. Wenn man seinen eigenen Weg geht.

Selbstliebe ist auch aufzuhören zu kämpfen. Einfach nur lieb zu sein. Nicht mehr zu stacheln, ein neues Leben zu beginnen. Sanft und weich, so wie man wirklich ist. 
Aber vielleicht muss man sich dafür erst genügend Respekt oder Sicherheit verschaffen. Oder lernen an seine eigene liebevolle Kraft zu glauben. 

Selbstliebe ist, wenn man sich selbst versteht und zu sich hält. Die anderen wissen nicht wie es in einem drin aussieht oder aussah. Am Ende und Hinterher sind immer alle schlau und klug. Egal was die anderen sagen, man selbst ist die Lösung und nur man selbst weiß Bescheid.  

Selbstliebe ist der wohlwollende und freundliche Blick auf sich selbst und auf die anderen. Je freundlicher man sich selbst anschaut, umso leichter fällt es einem auch die anderen freundlich zu betrachten. 

Es ist Selbstliebe, wenn man sein Umfeld bereinigt. Das heißt: Frieden zu schließen mit den Nachbarn und denen, denen man lieber aus dem Weg geht. Über den eigenen Schatten springen. Alles hat seine Zeit. Man kann es nicht erzwingen. Aber sich wünschen und die Seele um einfache und funktionierende Lösungen bitten. Und um neue Wege und Möglichkeiten, um Wunder.

Tiefe Liebe zu sich selbst heißt auch sich unbeliebt zu machen, weil etwas die eigene Wahrheit ist. Weil man nichts unter den Teppich kehren will. Weil man ehrlich ist und sich verantwortlich fühlt. Zivilcourage. Mut. 

Und tiefe Liebe zu sich selbst ist auch, den richtigen Zeitpunkt zu finden und umzukehren, wenn die Aufgabe erfüllt ist. Dann gibt die Seele ein Zeichen und es ist nicht richtig, sich dann als Verlierer zu sehen oder gar alles anzuzweifeln.

Es ist liebevoll mit sich selbst, sich Zeit zu nehmen und in aller Ruhe nachzudenken. Liebevoll. Und dann loszulassen. Denn die Vergangenheit ist vergangen. Jetzt warten neue Schritte. Das Leben macht keine Pause. Es geht einfach weiter. 

Und es ist Selbstliebe, wenn man wieder träumt und an das Gute glaubt. An die Kraft der eigenen Liebe, die Gutes erschafft und bewirkt. Auch wenn es im Außen vielleicht anders erscheint, so ist es doch wichtig, dass man in seinem Inneren um das Gute in sich weiß. 

Langfristig macht einen diese Erfahrung zu einem sehr starken und liebevollen Menschen. Denn man ist gezwungen sich selbst tief lieben zu lernen.

Es ist tiefe Liebe zu sich selbst, wenn man wirklich liebevoll mit sich redet, mit sich umgeht. Aufhört sich zu kritisieren. Wenn man warm und herzlich zu sich selbst ist. Sich Mut zuspricht, an sich glaubt und sehr freundlich ist. Mit jedem Gedanken, jeder Tat. Dann hat man schon die neue Art und Weise des Umgangs mit sich selbst verinnerlicht. 

Es ist Selbstliebe, wenn man seine Würde behält und anderen ihre Würde lässt. Wenn man die anderen unterstützt, ihnen hilft und sie glücklich macht. Wenn man bei sich bleibt und sich ein Umfeld des tiefen Friedens und des Glücks erschafft.
Und wenn man bereit ist sich tief lieben zu lassen.